Mark-Alexander Schwarzbich: Crux immissa
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Mark-Alexander Schwarzbich
Crux immissa
So prangt am Holz, der Atem schwer,
die Augen stumpf, der Flanke Speer,
die Eisen tief in Hand, in Bein,
Gefroren in der Marter Pein
Geronnen Fluß im Raume
Es bricht entzwei der Leib, das Brot
Von süßem Wein die Wunden rot
Gefesselt in der Kälte Nacht
Von tränen-nassem Blick bewacht
Die Relation im Traume
Und dennoch hebt sich sacht der Gang,
ein Zittern, das im Fleisch entstand,
die Nägel fort, doch nicht verbannt,
ihr Maß verbleibt in jedem Stand,
Bewegung durch die Wunde
Mark-Alexander Schwarzbich (Jahrgang 1983, geboren in
Ludwigsburg) ist Arzt in Deutschland und schreibt Lyrik sowie essayistische
Texte. Seine Arbeit bewegt sich zwischen existenzieller Verdichtung und
philosophischer Reflexion.
In den Signaturen auch: Funken »
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