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Jan Kuhlbrodt: Die Rückkehr der Tiere

Rezensionen/Verlage


Kristian Kühn

Jan Kuhlbrodt: Die Rückkehr der Tiere. Gedichte. Mit Zeichnungen von Klaus Walter. Berlin (Verlagshaus Berlin) 2020. 120 Seiten. 17,90 Euro.

Pseudomorphosen


Wir leben in einem Zeitalter der Umgestaltung, mag sein, dass es eine freiwillige Umgestaltung ist, immer jedoch ein Aufbegehren und Unterdrücken in einem. Früher ging es in der Literatur um Metamorphosen, Wandlungen, Neugeburten, heute sind es die vielen kleinen und großen Pseudomorphosen, die für Umgestaltung anklopfen, kaum bemerkbar, wenn auch von Aktivgruppen so beabsichtigt, wächst da der Sozialismus in den Kapitalismus hinein und bleibt scheinbar Kapitalismus, weil sich die Besitzverhältnisse nicht verschieben, die Form bleibt, wachsen Faschismus und Horror in die Demokratie und bleiben doch scheinbar Demokratie, weil sich die Machtverhältnisse nicht verschieben, die Form bleibt, die Frisur halten muss. Wächst Willkür in die Bescheidenheit und bleibt entschieden scheinbar doch so. In Wirklichkeit wird dabei nicht die Form, sondern werden die Maßeinheiten verschoben, sind Begriffe in ihrer Bedeutung umkämpft, um die Räume zu erweitern und Platz zu schaffen, so auch bei einer Morphose – einer nicht erblich prädestinierten Variation von Gestaltfindung. Mit anderen Worten, die Textur zeigt nicht ihren typischen Eigenorganismus, sondern nimmt Aussehen und Form einer anderen Art an. Pseudomorphosen sind keine Hybride (wie etwa lyrische Prosa), sondern die eigentliche Gattung wird von innen weggelöst, in ihren Hohlraum tritt die andere, verhüllt. Lyrik schleicht sich in der Form Prosa ein, ist in fast allen Kriterien eine solche, nämlich prosaisch, aber in einem nicht: dem Prinzip. Eindrücke, beobachtete Gefühle werden bis zum Poetischen eingeklopft, es gibt aber keine Schlussfolgerungen, und damit auch keine Handlung, auch keine Notwendigkeit wie im Epos – wenn überhaupt, nur spielerisches Fragment, ein bisschen, als wäre es nur so daher gesagt, und doch steckt darin eine archetypische Situation. In diesem Fall die Wende. Es gibt auch keine Charaktere in Kuhlbrodts erzählerischer Poesie, nicht einmal ihn selber als erfahrbaren Charakter, bestenfalls ein paar kleinere Rollen-Ichs, manchmal sogar ein dialogisches Alter Ego – immer aber geht es ausschließlich um sein tiefes inneres Selbst in seiner Lyrik und in seiner (erlebten) Wende, und erst recht auch in seiner Rückkehr der Tiere, wobei seine Texturen selbstverständlich weder von Tieren handeln oder es darin gar um ihre Rückkehr (von wo her auch) ginge. Einmal als Kind, nun gut, tötete er Guppys aus Versehen, weil er – nicht aufpassend – es gut mit ihnen meinte, wie alle Kinder – welches hat nicht diese oder eine ähnliche Niederlage früh einstecken müssen? Einmal, in der Skriptur „Kanäle“, schreibt er: „Mit den Tieren kamen die Kriege zurück.“ Ein Satz, der so stimmt, wie er nicht stimmt – archetypisch. Und nicht wieder aufgegriffen wird. Ansonsten beobachtet er den Hund, den die Nachbarn mit sich führen, die – wann immer er sie sieht – in ein jeweils neues und noch neueres Automobil steigen. Er weiß natürlich nicht, um welche Hundeart oder gar Automarke es sich bei diesem Vorgang handelt, warum auch, jede(r) Lesende hat ein eigenes archetypisches Bild vor Augen beim Nichtdabeisein, warum dieses stören oder vertiefen? Wir wissen auch nichts über unsere Nachbarn, nur dass unser lyrisches Ich sie beobachten könnte, wenn es dies wollte. Es geht also nicht um Nachrichten oder Aussagen oder Konfrontationen oder gar Verwerfungen wie etwa bei Prosa. Es geht um Set und Setting, um das Gefühl in archetypischen Situationen. Ein lyrisches Ich sitzt hinterm Vorhang und beobachtet, was draußen vorgeht. Kommen die Nachbarn mit dem Hund vorbei, kehrt dieser sozusagen ins Bewusstsein des lyrischen Ichs zurück. Kommen sie mal ohne, wie am Ende des Bandes, ist der Hund vielleicht schon tot. Man weiß es nicht und könnte sich eigene Gedanken machen. Ich erwähne das hier so pedantisch, weil für Prosa das sehr wohl eine Rolle spielen könnte, der Charaktere wegen, falls sie jetzt oder später beschrieben werden, bei Lyrik es dagegen nicht auf mögliche Wahrheiten und Fakes im Gesehenen ankommt, sondern um die Befindlichkeit des durch die Gardinen schauenden lyrischen Ichs allein. Um den sich immer von neuem wiederholenden Strang. (Vielleicht wie bei Rilkes Geschichten vom lieben Gott). Um den Faden der sorgsam geschichteten Textur, die eine Gedächtnislandschaft entwerfen will. Und das schreibende Ich wundert sich eigentlich nur um die jeweils eigene Aufmerksamkeit, durch die seine Probanden überhaupt erst Fahrt aufnehmen, ohne Automarken, Pflanzen, Tierarten zu kennen oder zu benennen – Ressourcen halt, mit denen sie als Sprache aus dem Bewusstsein verschwinden und bis zum nächsten Mal keine Rolle mehr spielen. So geht es bei Kuhlbrodt stets um zwei Wenden, der großen Wendezeit und der kleinen, der millionenfachen Bewusstseinsschwankung).

Was alles ist am Menschen tierisch? Was musste zu DDR-Zeiten verboten oder restriktiviert werden? Was heute an uns? Sonst kämen die Tiere vielleicht nie zurück, wären verdrängt. Oder ausgestopfte Robots. Doch nein, sie werden zu unserem Gefallen mitgenommen, ausgesetzt und beobachtet. Sind Versuchsobjekte, registriert und vermessen (wie ja jetzt auch die Menschen, zum eigenen Schutz natürlich).

Im Innern eine Novelle – eine die man sich denken kann, die man schon kennt, die ungeschrieben bereits geschrieben ist – sprich archetypisch. Ist das schon Schöne Neue Welt, oder Neue Ordnung, sich frei zu fühlen im Gleichklang des Unfreiwilligen, des Freiwilligen, der Umgestaltung, sich besonders zu fühlen im Allgemeinen? Oder ist das noch DDR? Noch Kommunismus? Thilo, Sven – Namen halt, Begleiter, Platzhalter – mehr nicht. Was aus ihnen geworden ist, ob sie geflohen sind, als sie fliehen wollten, wer weiß das schon, wen interessiert das auch? Schrödingers Katze vielleicht.

Ausschreiten, umkehren!, sagt Ulrike Draesner in ihrer Münchner Rede zur Poesie (S. 26):

„Poesie handelt (greift auf, gibt weiter) mit Sprache in einem Übersetzungsgestus. Sie gelingt dort, wo es gelingt, die Bewegung der Sprache selbst zu fassen – Schritt um Schritt, auf dem Papier. Eben dieses Fassen/Bewegen (des Flüssigen, Riesigen, Langsamen, Übersteigenden) heißt Vers. Nicht die <Zeile>, wie sie im Buche steht. Was wäre da der Unterschied zu Prosa? Schüler, die über diese Unterscheidung stolpern, haben Recht. Der Vers wird nicht durch sein Aussehen (relative Kürze, Flatterrand) und nachfolgende Kurzzeilen zum Vers. Er wird es durch die Art der Bewegung in Sprache, die er ist.  Das Wort <Vers> kommt von dem lateinischen Verb für umdrehen, vertere, vom Drehen des Pfluges am Ende der Furche (Zeile) im Feld. Ausschreiten, umkehren. In der Sprache selbst.“

Also, was die Tiere, die Menschen betrifft, die ins Bewusstsein des Autors zurückkehren, so will der Autor jedenfalls darauf hinaus, dass alle Wesen Wesen sind, egal welche Namen man ihnen gibt, und auch alle Wesen tierischer oder zumindest halbtierischer Natur. So könnte man vielleicht sagen, das Tierische im Menschen kehre zurück, vielleicht sogar entfesselt. Aber auch das stimmt nicht wirklich. Kuhlbrodt bleibt Kuhlbrodt, abgeschliffen, viel gelesen hat er, viel verdaut, Strukturen suchend und erkennend. Seine Beobachtungen analysierend, aber er kommt zu keinem Ergebnis in diesem „Gedichtband“ – zumindest hält er ein solches zurück. Ihm geht es um die Rhythmik von Vorgängen, nicht um diese selbst. Nicht um ihre Definition oder gar Wertung. Nur um die Struktur, das Modell.

War „Das Modell“ noch als Roman konzipiert, Kuhlbrodt hatte aber wenig Szenen dafür, wenig Charaktere, von ein paar Erinnerungen, die sich ihm aufdrängten, abgesehen, so verzichtet „Die Rückkehr der Tiere“ ganz auf Handlung. Abgesehen von Momenten, die ihn bewegten, Blicken, einem Türöffnen, Schließen, wohl gibt es Ziele bei den Akteuren, und sie bekommen auch Namen, Vornamen, aber die Struktur selber ist das Narrativ, nicht die sich ergebende Handlung – diese ist austauschbar wie ein Kleid, doch das Arrangement, der Mythos bleibt, ein Narrativ eben, das im Grunde alle kennen, deshalb lässt er die Details aus. Es wäre nur ein ewig wiederkehrendes Ritual. Das der Wende. Sodass, falls im Ritual eine Kerze angezündet wird, sie immer angezündet werden muss, und es nicht darum geht, warum, sondern wie sie angezündet wird, wer dabei welche Blicke macht, welche Empfindungen von sich gibt. Ziemlich manipulativ eigentlich. Verhaltensforschung mit Probanden. Das Ich als Proband – Thoreaus Walden lässt grüßen, B.F. Skinners Walden 2 auch (als kommunistisches Futurum 2) und ein bisschen, wenn auch wenig, Walden 3, die Uhrwerk Orange von Anthony Burgess.

Hatten Thoreau und Skinner noch Versuchsanordnungen, mit Bewertungen, so verzichtet Kuhlbrodt darauf, nimmt ausgewählte Szenen seiner Vita als Jugendlicher, Initialzündungen vielleicht, um sie zu verallgemeinern, auch ein bisschen zu retuschieren (sein Faible für die Raumfahrt, eine beabsichtigte Offizierslaufbahn, eine drohende Stasiannäherung). Um das Leben so zu lassen wie es ist, undurchsichtig als Erlebender. So ist es ein Buch über sein Coming of Age, vom Alter, aber auch dem Zeitalter der Wende her. Hin zu philosophischen Neigungen.

Im ersten Text (der Erzählung: „Ich erinnere mich, wie wir, Thilo und ich, im Dezember.“) fahren er und sein Freund nach Bayern, um sich dort ein zweites Begrüßungsgeld abzuholen: „Ein Fuffi in West; den der Freistaat gab, nachdem der Bund schon einmal’nen Hunni gezahlt hatte.“ In „Regal 1“ sagt er einiges über sein Anliegen und seinen Stil:

„Keine kleine Welt! Eine papierne Welt, in der Größenverhältnisse keine Rolle spielen. Ein gedachter Raum. Darin türmen sich Notate zu Beobachtungen. Minutiöse Protokolle. Vorgangsbeschreibungen. Bauten. Berichte.“

Gegen dieses papieren gedachte Leben stehen sichtbare Wesen, ihre Laute, sie zu sehen, soll ein „Entzerren“ bewirken und damit Lesenden die Grundsuche ermöglichen:

„Das Entzerren der Ereignisse zu einem Ablauf. Kausalität.“

Die Kausalität finden! Zwischen den Ereignissen und Gegensätzen. Um von Schuld entlastet zu sein?

Bis zu einem gewissen Grad ist man beim Lesen, obwohl nichts geschieht, alles sich ausrollt wie ein großer Teppich, dessen Motiv man im Chaos sucht, dabei im Geschehen, das nicht geschieht, in der Realität, der Aktualität. („Ich kann mir vorstellen, am unteren Ende der Fotos selbst zu sehen gewesen zu sein, als winzige Farbnuance. Obwohl ich noch nie im Irak war.“) Das ist bescheiden, aber auch gewichtig, denn ein Denker denkt am Rande mit? Schreiben heißt, sich genau an diesen Vorgang zu erinnern. Eine sehr säkularisierte Vorstellung von Metaeinfluss – Kuhlbrodt nennt sie, und darauf kommt er immer wieder zurück, Aufklärung. Und hier beißt sich die Schlange in den eigenen Schwanz, Entropie entzerrend und durch den Eingriff doch zugleich wieder vergrößernd. Krümmen und gekrümmt werden:

„Ich aß schnell und vornübergebeugt, um Jacke und Hose zu schützen.“ (in „Uniarchitektur“)

Kuhlbrodt weiß sehr wohl von den theoretischen Grundlagen der Repräsentation von Zeichen, der Rückerinnerungen: Die Guppys im Gurkenglas, ihr Tod aus Fürsorge und Vergessenheit führt zur langen wichtigen Erzählung „Tod der Repräsentanten (im Innern eine Novelle)“ Es werden Legenden aufgebaut, aber die Repräsentanten spielen dabei keine Rolle, Svens Flucht als Legende, oder ist er doch in Grünhainichen bei der Oma? Das bleibt offen, obwohl der Vater den Icherzähler mitnimmt auf seiner Suche nach dem verlorenen Sohn – wie es offenbleibt, ob der Icherzähler tatsächlich in die Raumfahrt wollte und abgewiesen wurde, stattdessen eine Offiziersausbildung anstrebte, ob er tatsächlich über eine Karriere bei der Stasi nachdachte – ein bisschen suspense tut den „Gedichten“ gut. Kuhlbrodt sagt dazu, in solchen Situationen zähle die Mimikry, das Standbild:

„Mimikry wie bei Tieren, Erstarren in Momenten der Bedrohung. Als Simulation, als Vorwegnahme des Todes frieren sie in ihrer momentanen Haltung ein. Jetzt wusste ich, dass dieses Verhalten kein rein körperliches ist.“

Und

„Auch hier der Tod als Drohung, die nicht so recht ernstzunehmen war, in folkloristischer Verkleidung als Atomtod. Ein Tod, der uns zwar bedrohte, aber einem fremden überwundenen System anhing, das jedoch in seinen letzten Zuckungen immer noch drohte. Ein sterbendes Raubtier. Und die Verheißung war ein Leben jenseits der Erdumlaufbahn.“ (Pfingsten)

Metaphysik ist für Kuhlbrodt maßgeblich mit Raumfahrt verbunden, russischer Raumfahrt, einem Traum kollektiver Kosmoserfahrung. Freiheit lernen und zugleich ein unendliches Wissen erforschen. Und das Gegenteil?

„Nur die U-Bahngleise endeten im Ungefähren, abrupt, als hätte ein Gott hier ein Weltende ausprobiert.“

Man könnte vielleicht auch sagen, als hätte die Wissenschaft hier ein Weltende ausprobiert. Oder die Kunst:

„Neben meinem Bücherregal steht eine große gerahmte Fotografie, die natürlich nicht ich angefertigt habe, sondern der Leipziger Künstler Maix Mayer. Sie zeigt den Kopf eines asiatischen Motorradfahrers. Im Visier des Helmes spiegelt sich die Kulisse. Eine asiatische Großstadt. Verworren. Und durch die Wirrnisspiegelung hindurch sind die Augen des Mannes zu erkennen.“ (in: Philosophisches Seminar)

Eine gewisse Verzauberung steckt in den Texten. Formal sehr gekonnt, schieben sie die Inhalte von sich weg, um auf den Kern vorzudringen – das Ich. So gesehen sind diese Erzählungen Gedichte, Gedichte die sich als Pseudomorphosen in der Form von Erzählungen ausbreiten. Sie sind wie Puddinge „in ausgewaschenen Gurkengläsern mit Schraubverschluss“, die findige Mütter beim Wandertag jedenfalls als Proviant mitgeben. Eines seiner beliebten Wörter, „jedenfalls“, wenn er konkreter wird, zumeist aber dialektisch abgebogen, um ein neues Gleis, einen weiteren Kanal vorzubereiten, sei diese Antithese noch weiter autobiographische Erzählung, sprich Variante/Alternative, oder ein essayistischer Einschub.

„Fortschritt ist, das, was einst als Fortschritt galt, wieder zu beseitigen: Mauern, Staaten, Religionen.“

Was ihm gar nicht passt, ist die Vorstellung, dass sich hinter dem noch Nichterforschten, dem noch nicht aufgeklärten Rest des Menschseins womöglich Gott verstecken könnte.

„Man müsste Gott beschimpfen, ob man an ihn glaubt oder nicht.“ (In „Weitergekämpft“)

„Es wäre allerdings in beiden Fällen vollkommen für die Katz. Man kann gegen einen absoluten Souverän nur anrennen, wie gegen ein absolutes Nichts. Das Problem ist nicht, dass man sich dabei verletzt, sondern dass man ins Leere fällt.“  

Genau das ist das Problem mit dem dialektischen Materialismus, oder sagen wir, mit seiner Nebenform einer materiellen Dialektik, man kann die Materie drehen und wenden, wie man auch will und geschickt und noch geschickter. Dahinter ist nichts. Zumindest nichts Messbares. Und es bleiben doch die Phantomschmerzen.

„Die Welt war, trotz der letzten Feuerbachthese von Marx, nach der es darauf ankomme, sie zu verändern, eine Interpretation der Interpretation.“

„Marx hatte das Wort „kommt“ in jener These mit ö geschrieben. Es kömmt aber darauf an … Vielleicht war dieses Ö mein Anker, mein Grund, mich später für Philosophie zu interessieren. Auf der Suche nach einem Rest, der sich der Interpretation entzieht.“ (beides in „Weitergekämpft“)

Was sich „jedenfalls“ der Interpretation entzieht, ist die Zukunft des Individuums. Selbst das World-Wide-Web ist nun zu klein geworden: „Aber eigentlich bin ich im Netz auf der Suche nach mir selbst.“ (In: Raumfahrt)

„Ändert sich denn nie etwas?“

Fenstergalerien, Fenster neben Fenstern, unendlich viele, nebeneinander, man kann hineinsehen, ins Private, man könnte hinaussehen, aber nichts geschieht, kein Mensch, kein Wesen hat das Innen erreicht, belebt die Galerien. So auch diese Zeichnungen von Klaus Walter, die in drei Schüben dem Band zugeordnet und eigentlich Fotos sind, bearbeitete, collagierte, übermalte, etwas mit Zeichen, einer Signatur. Immer ist alles ein Kuhlbrodt, nicht zu jung, kein Kind, nicht etwa zu alt, immer jugendlich, noch nicht steif, sondern agil, aber schon geläutert durch Feuertaufen, auf dem Weg zur Philosophie.


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