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Sophia Lunra Schnack: getrocknete mohnblumen

Zeitzünder/Lyrik heute
Sophia Lunra Schnack

getrocknete mohnblumen    coquelicots séchés


in der hand, die getrockneten mohnblumen
auf ihnen, die frage nach dem nächsten
sommer:
ob du mich nochmals mitnimmst
auf den turm, auf dem wir nicht waren, ans
wasser, in das wir nicht gesprungen sind

am geöffneten fenster, zum hof
klingt es nach ruhendem
spät-sommer:
eine tragende stille, die schwere luft,
müde gewordene blätter
ihr saft, den sie nicht mehr halten

sonst, zu dieser zeit: der körper, müde, die
haut, trocken
die sanfte idee, der letzten hitze
diesmal: noch voller durst, nach sonne,
sehnen, nach müdigkeit
angst vor ihrem
zurückbleiben


dans la main, les coquelicots séchés
sur eux ma question de l’été prochain:
si tu m’apporteras de nouveau
sur la tour où nous n’étions pas, vers
l’eau dans laquelle nous n’avons pas
plongé

à la fenêtre, sur la cour
sonne doucement la fin de l’été:
un silence portant, un air pesant,
des feuilles fatiguées
leur sève qu’elles ne portent plus


d’habitude, à ce temps: le corps, épuisé, la
peau, sèche
l’idée apaisante de la dernière chaleur
cette fois: encore, la soif, du soleil,
la nostalgie, de cette fatigue
la peur
qu’elle ne vienne pas


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