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Raoul Eisele: dieses Heben winziger Brust

Gedichte der Woche
Raoul Eisele



nehme eben dieses Stäuben wahr, diese
mit Wasser gefüllte luftige Atmosphäre
vor meinem Spiegel; ein Wesen, etwas durchnässt
und in warme Tücher gepackt, gewickelt
wie ein Kind in den Armen der Mutter, der
Brust zugeneigt und wie es Leben daraus zieht
die Augen schließt und nickt, so zärtlich
und sanft in der Atmung, dieses Heben winziger
Brust und ich streiche mit den Fingern
über den Spiegel, sehe mich und den volleren
Bart, die fahlen Haare, fast blass und bleich
und immer weniger werdend, schon ganz klein
in der Gestalt, kenne mein Ende
nicht, oder noch nicht so richtig, jedenfalls bald


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