Petrus Akkordeon: Sieben Poeme aus der "grasoper"
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Petrus Akkordeon
sieben poeme aus dem projekt "grasoper"
es soll nie fertig werden und wachsen und mich als wilder garten weiter begleiten
dies ist nur ein auszug aus dem opernprojekt...
neben den texten entstehen weiterhin graphiken
wenn die richtige musik
erklingt
verlassen
die pflanzen
den boden
ein schweben
und winden
sie tanzen das paradies
in den garten
wenn die vögel
füchse
die hirsche
und nattern
spielen
grassprachiges gemurmel
wiese
rasen
grünstück
auftritt
erster mensch
als gärtner*in
geformt
singt :
bin ich allein ?
augenblicklich
verstummt das gras
nennt seinen
wahren namen nicht
ein gott
wird von schafen gefressen
schweigt dazu
die vorletzte schlacht
alle stehen
und die mahd
beginnt
und ständig werden
und werden weniger
diesmal
stockt
das ende
es kann
nicht sein ende
selber sein
das rosa ding
schön das grosze rosa. meint den baum. im frühling.
und das
gelbe auch. das hat sogar einen namen. wenn
es einen namen hat. dann gefällt es
mir schon etwas
weniger. schön ist dieser grashalm. der auch. und
dieser ist
völlig anders. ich habe seit tagen jede pflanze
anders gesehen. einzeln. jede
eine person. so
verschieden. wie geschwister. das ist keine wiese mehr.
eine
versammlung. ein fast zufälliges treffen. und ich.
eine bestäubte landschaft
ein ungutes gefühl
dann fällt regen
geräusch
des trinkenden grases
die akelei
möchte
mit ihrem
selbst
gewählten namen
angesprochen werden
man
kniet vor ihr
und hört
mit den wimpern
wie
sie
ihn
leise und undeutlich
entgegen
scheint
anweisung
mehr grün
aber da ist doch grün
das ist
zu wenig
neben jedes
passt
noch etwas
wir brauchen
einfach
mehr grün
petrus akkordeon
27.september.1971 in westberlin geboren
lange zeit als gärtner gearbeitet
studium an der hdk berlin bei f.w.bernstein
über einhundert publikationen in
verschiedenen verlagen als autor und oder illustrator
zahlreiche ausstellungen
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