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meine drei lyrischen ichs

KIOSK/antimon/LPM > Veranstaltungen



Das Zerbrechen der Sprache
am Beispiel einer Schreibtischplatte

Foto: Hilda Ebert

Zum vierten Mal veranstalteten Tristan Marquardt und Tillmann Severin in München „meine drei lyrischen ichs“: Die Vorstellung drei junger Autoren im Einstein Kultur kreiste diesmal mit der Installation von Andreas Peiffer um das Zerbrechen des Materials, sei es das der vorhandenen Wörter, der brüchigen Gedanken im Kulturellen, seien diese durch Kataklysmen oder durch verselbständigte Eingriffe der Technik (am Beispiel der Tischplatte durch Hydraulik) entstanden.

Ebenso wurde auch Sprachmaterial aufgebrochen: G13-Autor Linus Westheuser, in Kürze kookbooks-Debütant, fugte in Wortschleifen um das 'Addendum' und zerhäckselte zum Schluss der Lesung seine Worte zu Moren und Reibelauten. Auch Mathias Traxler, ebenfalls kookbooks-Autor, bohrte das Sprachmaterial auf und ging ihm mittels an- und einzitierter Minnegedichte auf die Spur. Wolfgang-Weyrauch-Preisträger Tobias Roth, der kürzlich beim Johannes Frank Verlag seinen ersten Band hatte, kontrastierte poetisch italienische Fresken mit den Erdbebenschäden von 2012 und konfrontierte hierbei die Gesellschaft mit der schon fast vergessenen Größe des Menschen in der Italienischen Zeit (Titanismus) und dem fast lautlosen Untergang der Tradition.



Kristian E. Kühn / Armin Steigenberger


http://meinedreilyrischenichs.wordpress.com/

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