Markus Breidenich: Moltewurf
Gedichte > Gedichte der Woche
0
Markus Breidenich
Moltewurf
Bin aufgewühlt . Mein Erdreich
Aus den Fugen . Jeder Untergang
Ist freigeschaufelt . Seit ich
anfing . Ganztags
Meiner Arbeit nachzugehen .
Unentgeltlich
Ohne Sinn . Mein Augenlicht .
Vergesst nicht
Dass ich blindlings halb . Und
halb von Tasten lebe
Jene Hügelgräber aufgetürmt . In
Gartenparadiesen
Geh ich für mein Leben gern .
Durch Ahnengalerien
Ungesehen . Ungestört . Sie alle .
Sind mein Vorbild
Schwarzgemalt . Auf schwarzem
Grund . Ich halte viel
Von Leuten meines Fells . Von
denen . Die
Verschwunden sind . Aus ihren
Visionen . Selbst
Bestimmt . Ist alles nur ein
täuschend echtes
Vorwärtskommen hier . Auf Erden
wie darunter
Was mir zu Ohren kam . Wenn sie
entschliefen
Wenn irgendjemand sprach darüber .
Überirdisches
Ich wusste nicht . Was anzufangen
war damit . Am Ende
Gedenkt . Der Menschheitsträume .
Schwestern . Brüder
Seid gewarnt . Vor all den Fallen
. Niemand
Buddelt ungestraft . Nach
irgendeinem Ziel
Und keine Welt ist da . Für die
sich Buddeln lohnte