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Konstantin Waginow: Ohne Titel

Gedichte der Woche
Konstantin Waginow
übersetzt von Jan Kuhlbrodt


O, ziehen wir uns zurück auf der Gnome Inseln
Um dort einen prächtigen Kristallpalast zu errichten
Lassen wir auf den Stufen Löwen und Tiger winseln,
Und beobachten von dort aus die Wolkenschichten.

Lasst uns musizieren in silbernen Pavillons,
Und auf den Alleen lasst singen die Geigen,
Vögel lasst in goldenen Käfigen jubilieren
Unsere Gesichter wie Lilien weiß sich zeigen
In Gärten veranstalten wir Maskeraden
Singen Lieder, deklamieren Gedichte
Glück wird langsam, die Trauer verladen
Auf kurze Stakkatoworte verzichte. Denn
Mit überschlagender Stimme spricht man vom Herrn
Wie von einem kranken und einsamen Clown.
Und auf ihm prangt dann des Monats Gehörn
Den Monat mit gehörnter Krone zu schaun
Schwächlich pastellen leuchtet der Himmel
Und klingelt mit den Schellen am Hut
Seines Körpers Atome sind wir
Dinge wie Bäume so gut und nicht besser
Als Backsteine, Rohre auch nicht,
Besser als vergessene Brücken übers Gewässer.
Wir werden höflich bleiben angesichts solcher Trauer
Vor Qual nicht zusammenpressen die Hände
Demütig werden wir Glocken läuten, ein Schauer
Einsam sind an der Gnome Inseln die Strände.
Wir werden sie nicht mit unseren Stimmen schocken
Die Menschen mit ihren rosigen Ohren im Roggen.


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