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Ivor Joseph Dvorecky: Intermittenz

Zeitzünder/Lyrik heute



Intermittenz



Möchtest du ein Stückchen mitkommen? Du brauchst
auch keine Angst zu haben, ich bin in der Phase der
Verlässlichkeit. Vorübergehend.

Es ist wie Eis im Winter, dann grünt auch schon
alles vor berstender Ungewissheit – die Stimme
des Lebens. Nirgendwo offenbart es sich besser als
im selbstlosen Gras.

Geh nicht, du hast nichts zu befürchten. Er blies
ein Blatt vor sich. Ich möchte nur ein bisschen
reden, solange der Regen auf den Dächern trommelt.

Verstehe mich nicht falsch, ich werde dich nicht
verschonen, ich möchte dir nur einen Rat
geben. Weil für dich das Beste ist, was für mich
das Beste ist. Auch wenn du für uns beide bezahlst.

Ich weiß, ich müsste jetzt sagen, das alles wäre
meine Schuld, das sind so die obligaten Worte. Aber das
alles ist mehr zufällig und mehr abstrakt. Das Böse
ist so. Und das Gute.


Ivor Joseph Dvorecky: unveröffentlicht, 2015.

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