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Dante Gabriel Rossetti: Lost Days

Werkstatt/Reihen

THE LOST DAYS of my life until today,
What were they, could I see them on the street
Lie as they fell? Would they be ears of wheat
Sown once for food but trodden into clay?
Or golden coins squandered and still to pay?
Or drops of blood dabbling the guilty feet?
Or such spilt water as in dreams must cheat
The undying throats of Hell, athirst alway?

I do not see them here; but after death
God knows I know the faces I shall see,
Each one a murdered self, with low last breath,
”I am thyself,–—what hast thou done to me?”
”And I–—and I–—thyself,”(lo! each one saith,)
”And thou thyself to all eternity!”


(Aus: The House of Life, 1881)


VERLORNE TAGE bis zu diesem Tag—
was waren sie? Was säh ich, säh ich sie
am Wege liegen? Ähren? Speise, die
gesät ich einst und nun im Staube lag?
Vertanes Gold? Wieviel es wert sein mag?
Wärs Blut, das an den Füßen klebte wie
die Schuld? Wärs Höllenwasser, wie es nie
die Kehlen löscht bis an den jüngsten Tag?

Nicht hier, doch nach dem Tode sehe ich,
erkenn ich die Gesichter, Gott weiß, wann,
gemordet jedes. Ach, verstehe ich?
Ich bin du selbst, was tatest du mir an?
Und ich—und ich—du selbst,
verhaucht es sich.
Und du du selbst in Ewigkeit!
––Und dann?


Günter Plessow, 2003

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