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Bettina Erasmy: tropfen verfangen regen in wasser

Gedichte > Gedichte der Woche

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Bettina Erasmy

tropfen verfangen regen in wasser
                             

                                     du stachst kleine scharfe muschelzähne  
     in mein fleisch      noch immer kannte ich die regeln nicht     ich träumte von
        seepferdchen die sich verausgaben     der frage ob seelen schwimmen können      
                                                     unbegreiflich

wie mir der unterschied zwischen den knochenähnlichen küssen und einer beiläufigen
                            geste entgehen konnte     ich dachte an die nachmittage
               im schwimmbad     an eine reihe langer tage auf dem boden des beckens
                                               bevor ich geboren wurde            
                                                                 
                                         und wenn mich etwas verletzte
   ging es darum zu sehen     wie ich die dinge besser in einklang bringen konnte
            in jenem jahr hungerte ich     eine übung in ständiger bewegung war
                              zu glauben diese welt existiere wirklich          

                                        im tageslicht ich konnte sie sehen       
          umrisse kanten    alles was man zu fassen bekommt     glatte fließende
                       linien     tropfen verfingen regen in wasser     vieles hinzugefügt und
                  wieder gelöscht        undurchsichtig und geblieben und
                                                              mich


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