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Thomas Bernhard: Größenverhältnisse

Diskurs / Poetik > Glossen

Thomas Bernhard

Größenverhältnisse

Aus "Watten", 1969


"Die Frage ist nicht, wie komme ich an diesen (an alle) Menschen heran, sondern die, wie ich wieder, und zwar in jedem Falle immer wieder, aus diesem (aus allen) Menschen herauskomme, zurück zu mir. Wir machen diesem (also allen) Menschen gegenüber Bemerkungen, oder uns gegenüber werden von einem (von allen) Menschen Bemerkungen gemacht, und wir wissen, während wir diese Bemerkungen machen, während uns diese Bemerkungen gemacht werden, daß immer nur Bemerkungen über den Tod gemacht werden. In den jungen Menschen ist fortwährend von der Größe als einem Größenverhältnis in der Natur die Rede, die die Natur des Menschen vorenthalten muß, wie wir wissen, wenn wir nicht mehr jung sind. Die Begriffe sind, während wir jung sind, klar, wie sie unklar sind, wenn wir alt sind, während es doch immer die gleichen Begriffe sind, geehrter Herr. Diese Millionen von Talenten, denke ich, die alle unter der Erde sind und die alle den Vorteil der Unsterblichkeit gehabt haben."

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