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Markus Hallinger: In der Rhön

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Markus Hallinger


In der Rhön

Die Kälte (windig) angesiedelt, kaum
aus Thüringen herüber.
Die Hänge sind abgefressen, Kuppen;
Umwandert; Fußmärsche felsig berührt.
Hungrig wir – dazwischen gebacken
Backsteine, oder waren es Wackersteine,
Bachsteine? Zeugs & Glumpig.
18.Jahrhundert, sicher, oder gar 17tes?
Von Gott verlassen. Die Amerikaner
gingen und die Jugend verstreut sich.

Keiner lebt hier freiwillig
von Geburt an randständig.
Umwiddert umwandert umhörnt.
Die Gestirne stieren. Wägen & Waage
wiegen Saturnales in den Höfen.
Tische und Bänke
auf den Dorfplätzen, buchstäblich
ausgeschüttet; Lumpen, Juden, deportiert;
Zeugen? stumpfe Fenstergläser, keine Namen,
nur dumpfes Wissen, das nicht aus sich herauskommt;
Welches Jahr schreiben wir? Dieses gerade, 2017,
bis man das schreiben lernt, heißt es,
vergehen 12 Monate, und dann
steht bereits das nächste an der Tür.
Der Wind hat sich hineingefressen
über einen langen Zeitraum fraß er die Hügel kahl,
fräste den Wald.
Von der kalten Buche herab schau! weiter nur Hügel,
auf Holzschuhen musste man wandern, weit
hinten ahnste Amerika.
Das Echo, den Widerhall, Schritte und Fährten
und Fahrten, ohne mit der Wimper zucken zu müssen –
wahrzunehmen,
aber nicht abfallen von dieser Landschaft; Wissen,
dass diese wilden Walnüsse
vom Baum Dich über den Winter bringen
in Säcken auf dem Dachboden(Speicher)gehangen andauern.
                        

(Für Peter Engstler)

 
 
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