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Krister Schuchardt: Seilbahn

Gedichte

Krister Schuchardt

Seilbahn

von weichen Äbten, die an Küsten und in Gegenrichtung Glöckchen schlagen, spurlos in den harten Fels gedacht,
bis das Gestein – Ananoumenit akzessoriert sonst glanzlosen Ananthrazit – die Hohlheit glaubte einer Fahrt hinab,
verkehrt, imaginär die Strecke teilend, ›Intruvia‹, des Konstrukteurs Cardado Girolapos metamorphe Standseilbahn;
Pinakelkrabbenwanderung, Lanzettenskelette und Blasengegrät, Nonnen ducken sich ins Blendwerk der Beflossten
aus schwarzem Guss; den Kopf in dunkle Flucht gebracht, wird unter Rippen kontrolliert das Ticket wie das Pochen,
denn Ruhe, die Geweihte, siebenendend, unbeachtet bieten, hat mit Pechgehörn im aufsetzbaren Schiefflug kommutiert
ein Geisterhut, der Suevito Piommeggiante, Pelat in Quattr’anfratto, als Kapelle diente, jetzt bleierner Verfolger ist;
ins Interkommunikative beißt der aufschlussreiche Blick, sieht Passagiere druckbetont in Stümpfen autoholotypisieren,
bewegungslosen Raum auf traubengroße Kindheit – die Ängste die der Taube – zusammenfalten vor dem ersten Schub;
komplex ermüdend läuft das Seil durch Risse einer Scheibe; stutternd, dass es sieben werden, grüne fiocchi zählend,
bekränze ich das Scheitelbein mit einer Walze, setzen an am Hang zum Manteltauchgang Fischkabine, Krustenbrand;
gefügig scharen sich die Klüfte, kontrahieren Wände, rücken wir zuletzt in hypozykloider Rotation durch einen Spalt


Krister Schuchardt, November 2017
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