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Gerhart Hauptmann: Die Weber / De Waber, 2

Flügeltüren


Gerhart Hauptmann


De Waber / Die Weber


Schauspiel aus den vierziger Jahren

Dialektausgabe / Übertragung


1892


Zweiter Akt



Das Stübchen des Häuslers Wilhelm Ansorge zu Kaschbach im Eulengebirge. In einem engen, von der sehr schadhaften Diele bis zur schwarz verräucherten Balkendecke nicht sechs Fuß hohen Raum sitzen: zwei junge Mädchen, Emma und Bertha Baumert, an Webstühlen – Mutter Baumert, eine kontrakte Alte, auf einem Schemel am Bett, vor sich ein Spulrad – ihr Sohn August, zwanzigjährig, idiotisch, mit kleinem Rumpf und Kopf und langen, spinnenartigen Extremitäten auf einem Fußschemel, ebenfalls spulend. Durch zwei kleine, zum Teil mit Papier verklebte und mit Stroh verstopfte Fensterlöcher der linken Wand dringt schwaches, rosafarbenes Licht des Abends. Es fällt auf das weißblonde, offene Haar der Mädchen, auf ihre unbekleideten, mageren Schultern sowie dünne, wächserne Nacken, auf die Falten des groben Hemdes im Rücken, das, nebst einem kurzen Röckchen aus härtester Leinewand, ihre einzige Bekleidung ist. Der alten Frau leuchtet der warme Hauch voll über Gesicht, Hals und Brust: ein Gesicht, abgemagert zum Skelett, mit Falten und Runzeln in einer blutlosen Haut, mit versunkenen Augen, die durch Wollstaub, Rauch und Arbeit bei Licht entzündlich gerötet und wäßrig sind, einen langen Kropfhals mit Falten und Sehnen, eine eingefallene, mit verschossenen Tüchern und Lappen verpackte Brust.
Ein Teil der rechten Wand mit Ofen und Ofenbank, Bettstelle und mehreren grell getuschten Heiligenbildern steht auch noch im Licht. – Auf der Ofenstange hängen Lumpen zum Trocknen, hinter dem Ofen ist altes, wertloses Gerumpel angehäuft. Auf der Ofenbank stehen einige alte Töpfe und Kochgeräte, Kartoffelschalen sind zum Dörren auf Papier gelegt etc. etc. – Von den Balken herab hängen Garnsträhne und Weifen. Körbchen mit Spulen stehen neben den Webstühlen. In der Hinterwand ist eine niedrige Tür ohne Schloß. Ein Bündel Weidenruten ist daneben an die Wand gelehnt. Mehrere schadhafte Viertelkörbe stehen dabei. – Das Getöse der Webstühle, das rhythmische Gewuchte der Lade, davon Erdboden und Wände erschüttert werden, das Schlurren und Schnappen des hin- und hergeschnellten Schiffchens erfüllen den Raum. Dahinein mischt sich das tiefe, gleichmäßig fortgesetzte Getön der Spulräder, das dem Summen großer Hummeln gleicht.


Mutter Baumert, mit einer kläglichen, erschöpften Stimme, als die Mädchen mit Weben innehalten und sich über die Gewebe beugen. Mißt er schunn wieder knippa!?
Emma, die ältere der Mädchen, zweiundzwanzig jährig. Indem sie gerissene Fäden knüpft. An Oart Goarn iis oader doas au!
Bertha, fünfzehnjährig. Doas iis asu a bißla Zucht miit dar Werfte.
Emma. Wu a ock bleit asu lange? A iis doch furt schunn seit im a neune.
Mutter Baumert. Nu ebens, ebens! wu mag a ock blein, ihr Madel?
Bertha. Ängst Euch baleibe ni, Mutter!
Mutter Baumert. An Angst iis doas immer!

Emma fährt fort zu weben.


Bertha. Horr amol, Emma!
Emma. Woas iis denn?
Bertha. Mir woar doch, 's koam ees.
Emma. 's werd Ansorge sein, dar de heemkimmt.
Fritz, ein kleiner, barfüßiger, zerlumpter Junge von vier Jahren, kommt hereingeweint. Mutter, miich hingert.
Emma. Woart, Fritzla, woart a wing! Grußvoater kimmt glei. A brengt Brut mute und Kernla.
Fritz. Miich hingert asuu, Mutterla!
Emma. Ich soa dersch ju. Bus ock ni eefältich. A werd ju glei kumma. A brengt a schie Brutla mute und Kernlakoffee. – Wenn ock werd Feierobend sein, do nimmt Mutter de getreuchta Apernaschoalen, die trat se zum Pauer, und da gibbt er derfire a schie Neegla Puttermilch fersch Jungla.
Fritz. Wu iis a'n hie, Grußvoater?
Emma. Bein Fabrikanta iis a, abliewern an Käte, Fritzla.
Fritz. Beim Fabrikanta?
Emma. Ju, ju, Fritzla! dunda bei Dreißichern ei Pieterschwaal.
Fritz. Kriecht a do Brut?
Emma. Ju, ju, a gibbt'n 's Geld, und do koann a such Brut keefa.
Fritz. Gibbt dar Grußvoatern viel Geld?
Emma, heftig. O hier uf, Junge, miit d'mm Gelabre. Sie fährt fort zu weben, Bertha ebenfalls. Gleich darauf halten beide wieder inne.
Bertha. Gieh, August, freu Ansorga, eeb a ni wiel oaleuchta.

August entfernt sich, Fritz mit ihm.

Mutter Baumert, mit überhandnehmender, kindischer Angst, fast winselnd. Ihr Kinder, ihr Kinder! Wu dar Moan bleit?!
Bertha. A werd halt amol zu Hauffa neiganga sein.
Mutter Baumert weint. Wenn a ock nee ernt ei a Kratsch'm ganga wär'.
Emma. Flenna Se ock ni, Mutter! asu enner iis inse Voater doch nee.
Mutter Baumert, von einer Menge auf sie einstürzender Befürchtungen außer sich gebracht. Nu ... nu ... nu soat amol, woas sol nu bloßich warn? Wenn a's nu ... wenn a nu heemkimmt ... Wenn a's nu versefft und brengt nischt ni heem? Keen Hampfels Salz iis meh ein Hause, kee Stickla Gebäcke. 's mecht' an Schaufels Feurung sein ...
Bertha. Lussa Si's gutt sein, Mutter! m'r hoan Mondschein. M'r giehn ei a Puusch. M'r nahma ins Augusta mute und hulln a poar Rittla.
Mutter Baumert. Gell, doaß euch d'r Jäger und kriecht euch zu packa!
Ansorge, ein alter Weber mit hünenhaftem Knochenbau, der sich tief bücken muß, um ins Zimmer zu gelangen, steckt Kopf und Oberkörper durch die Tür. Haupt- und Barthaare sind ihm stark verwildert. Woas sool denn sein?
Bertha. Se mechta Licht macha!
Ansorge, gedämpft, wie in Gegenwart eines Kranken sprechend. 's iis ju noch lichte.
Mutter Baumert. Nu luß du ins au no eim Finstern sitza.
Ansorge. Iich muuß miich halt o eirichta. Er zieht sich zurück.
Bertha. Nu do sist's, asu geizich iis a.
Emma. Do muuß ma nu sitza, bis'n werd poassa.
Frau Heinrich kommt. Eine dreißigjährige Frau, die ein Kind unterm Herzen trägt. Aus ihrem abgemüdeten Gesicht spricht marternde Sorge und ängstliche Spannung. Gu'n Abend mitnander.
Mutter Baumert. Nu, Heinricha, woas brängst ins denn?
Frau Heinrich, welche hinkt. Ich hoa mer an Schorb eigetraata.
Bertha. Nu kumm har, setz diich. Ich war sahn, doaß ich a rauskriche. Frau Heinrich setzt sich, Bertha kniet vor ihr nieder und macht sich an ihrer Fußsohle zu schaffen.
Mutter Baumert. Wie gieht's d'n d'rheeme, Heinricha?
Frau Heinrich, verzweifelter Ausbruch. 's gieht heilich baal ni meh. Sie kämpft vergebens gegen einen Strom von Tränen. Nun weint sie stumm.
Mutter Baumert. Fer inserees, Heinricha, wärsch oam besta, d'r liebe Gott tät' a Eisahn hoan und nähm' ins goar vo d'r Welt.
Frau Heinrich, ihrer nicht mehr mächtig, schreit weinend heraus. Meine oarma Kinder derhingern m'r! Sie schluchzt und winselt. Iich weeß m'r kenn Roat ni meh. Ma maag oastalln, woas ma wiel, ma maag rimlaufa, bis ma lichableit. Ich biin meh tuut wie lebendig, und iis doch und iis kee Anderscherwarn. Neun hungriche Mäuler, die sool ees nu soat macha. Vo woas d'n, hä? Nächten Obend hoatt' iich a Stickla Brut, 's langte no ni amol fer die zwee Klinsta. Wan suld' ich's d'n gahn, hä? Oalle schriega si ei miich nei: Mutterla, mir, Mutterla, mir ... Nee, nee! Und dod'rbeine koan ich itzt no laufa. Woas sol irscht warn, wenn iich zum Licha kumme. Die poar Aperna hoot ins 's Woasser miitgenumma. Mir hoan nischt zu brecha und zu beißa.
Bertha hat die Scherbe entfernt und die Wunde gewaschen. M'r wulln a Fleckla drimbinda, – zu Emma – sich amol ees.
Mutter Baumert, 's gieht ins ni besser, Heinricha.
Frau Heinrich. Du hust doch zum wingsta no deine Madel. Du hust an Moan, dar de arbeita koan, oader menner, dar iis m'r vergangte Wuche wieder hiegeschloan. Doo hoot's a doch wieder gerissa und geschmissa, doaß ich ver Himmelsangst ni wußte, woas oafanga miid'n. Und wenn a asu an Oafoll gehoat hoot, do leid a m'r halt wieder acht Tage feste eim Bette.
Mutter Baumert. Menner iis au nischt ni meh wart. A fängt au oa und kloapt zusoamma. 's leid'n uf d'r Brust und ein Kreuze. Und oabgebrannt sei m'r ebenfoalls o biis uf a Fennich. Wenn a heut ni und a brängt a poar Greschla mute, do wiß ich au ni, woas wetter warn sool.
Emma. Koanst's gleeba, Heinricha. Mir sein asu weit ... Voater hoot mußt Ami'n miitnahma. Mir missa'n schlachta loon, doaß m'r ock reen wieder amol woas ei a Maga kricha.
Frau Heinrich. Hätt'r nee an eenzichte Hampfels Mahl iebrich?
Mutter Baumert. O ni asu viel, Heinricha, kee Kemla Salz is meh ein Hause.
Frau Heinrich. Nu do weeß iich nee! Erhebt sich, bleibt stehen, grübelt. Do weeß ich werklich nee! – Do koan ich m'r eemol ni halfa. In Wut und Angst schreiend. Ich wär' ju zufriede, wenn's uf Schweinfutter langte! – Oader miit lara Hända doarf ich eemol ni heemkumma. Doas gieht eemol nee. Do verzeih' mersch Goot. Iich wiß mer do eemol kenn andern Rot ni meh. Sie hinkt, links mit der Ferse nur auftretend, schnell hinaus.
Mutter Baumert ruft ihr warnend nach. Heinricha, Heinricha! mach ni ernt an Tummheet.
Bertha. Die tutt sich kee Leeds oa. Gleeb ock du doas ni.
Emma. Asu macht's doch die immer. Sie sitzt wieder am Stuhl und webt einige Sekunden.

August
leuchtet mit dem brennenden Talglicht seinem Vater, dem alten Baumert, der sich mit einem Garnpack hereinschleppt, voran.

Mutter Baumert. O Jees's, o Jees's, Moan, wu bleist ock du asu lange!?
Der alte Baumert. Na, beeß ock ni glei. Luß miich ock irscht a brinkla verbloosa. Siehch lieber dernoch, war de miitkimmt.
Moritz Jäger kommt gebückt durch die Tür. Ein strammer, mittelgroßer, rotbäckiger Reservist, die Husarenmütze schief auf dem Kopf, ganze Kleider und Schuhe auf dem Leibe, ein saubres Hemd ohne Kragen dazu. Eingetreten, nimmt er Stellung und salutiert militärisch. In forschem Ton. Gu'n Obend, Muhme Baumert!
Mutter Baumert. Nu do, nu do! bist du wieder d'rheeme? Hust du ins no ni vergassa? Nu do setz dich ock. Kumm har, setz diich.
Emma, einen Holzstuhl mit dem Rocke säubernd und Jägern hinschiebend. Gu'n Obend, Moritz! willst amol wieder sahn, wie's bei oarma Leuta aussitt?
Jäger. Nu soa m'r ock, Emma! ich wullt's ju ni gleeba. Du hust ju a Jungla, da de baal koann Suldoate woarn. Wu hust d'r d'n dann oageschafft?
Bertha, die dem Vater die wenigen mitgebrachten Lebensmittel abnimmt, Fleisch in eine Pfanne legt und in den Ofen schiebt, während August Feuer anmacht. Du kennst doch a Finger Waber?
Mutter Baumert. M'r hoat an doch hie miit eim Stiebla. A wullt' se ju nahma, oader a woar doch halt eemol schunn ganz marode uf de Brust. Iich hoa doch doas Madel gewoarnt genung. Kunnd' se wull hiern? Nu iis ha längst tuut und vergassa, und die koan soahn, wie's a Junga durchbrengt. Nu soa m'r ock, Moritz, wie iis denn dirsch ganga?
Der alte Baumert. Nu biis ock ganz stille, Mutter, fer dan iis Brut gewachsa; dar lacht ins oalle aus; dar brengt Kleeder mute wie a Ferscht und an silberne Zilinderuhre und ubadruuf no zahn Toaler boar Geld.
Jäger. großpraschig hingepflanzt, im Gesicht ein prahlerisches Schwerenöterlächeln. Iich kann nich klagen. Mir iis 's ni schlechtganga under a Suldata.
Der alte Baumert. A iis Pursche gewaast bein Rittmeester. Hier ock, a red't wie de viernahma Leute.
Jäger. Das feine Sprechen hab' ich mer aso angewehnt, doaß iich's goar ni meh loon koan.
Mutter Baumert. Nee, nee, nu soa mer ock! asu a Nischtegutts, wie doas gewaast iis, und kimmt asu zu Gelde. Du woarscht doch nie ni fer woas Gescheuts zu gebraucha; du kunnt'st doch kee Strähnla hingereinander oabhaspeln. Ock immer furt, naus; Meesekoasta ufstelln und Rutkatlasprenkel, doas woar dir lieber. Nu, iis nee wohr?
Jäger. 's iis wohr, Muhme Baumert. Ich fung ni ock Katla, iich fung o Schwoalma.
Emma. Do kunda mir immerzu reda: Schwoalma sein giftich.
Jäger. Doas woar mir egoal. Wie iis Euch d'n d'rganga, Muhme Baumert?
Mutter Baumert. O Jees, goar goar schlimm ei da letzta vier Johrn. Siehch ock, iich hoa halt's Reißa. Siehch d'r ock amol meine Finger oa. Ich wiß halt goar nee, hoa iich an Fluuß kriecht oaber woas? Iich biin d'r halt asu älende! Ich koan d'r kee Glied ni bewäga. 's gleebt's kee Mensch, woas iich muuß fer Schmerza derleida.
Der alte Baumert. Miit dar iis itzt goar schlecht. Die macht's ni meh lange.
Bertha. Oam Murcha zieh mersche oa, oam – Obend zieh mersche aus. M'r missa se fittern wie a klee Kind.
Mutter Baumert. fortwährend mit kläglicher, weinerlicher Stimme. Iich muuß miich bedinn loon hinga und vurna. Iich bin meehr oals krank. Iich biin ock an Loast. Woas hoa iich schunn a lieba Herrgoot gebaata, a sool miich doch blußich oabruffa, o Jees's, o Jees's, doas iis doch halt zu schlimm miit miir. Iich weeß doch goar nee ... de Leuta kenda denka ... oader iich biin doch's Ärbta gewehnt vu Kindheet uf. Iich hoa doch mein Sache immer kunnt leista, und nu uuf eemool, – sie versucht umsonst, sich zu erheben – 's gieht und gieht ni meh. – Iich hoa an guuda Moan und guude Kinder hoa iich, oader wenn iich doas sool miit oasahn ...! Wie sahn die Madl aus!? Kee Blutt hoan se baal ni meh ei such. An Foarbe hoan se wie de Leimticher. Doas gieht doch immer egoal furt miit dan Schämeltrata, eeb's asu an Madl dient oaber ni. Woas hoan die fer a bißla Laba. 's ganze Johr kumma si ni vum Bänkla runder. Ni amol a poar Klunkern hoan se sich derschind't, doaß se such kenda d'rmiite bedecka und kenda such amol ver a Leuta sahn loon oaber an Schritt ei di Kerche macha und kenda sich amol an Erquickung hulln. Aussahn tun se wie de Goalgageschlinke, junge Madel vu fufza und zwanzich.
Bertha. am Ofen. Nu doas raucht wieder asu a bißla!
Der alte Baumert. Nu do siehch ock da Rauch, Na do niem amol oa, koan wull hie Wandel warn? A sterzt heilich baal ei, d'r Uwa. Mir missa'n sterza loon, und a Room, dann missa m'r schlucka. Mir husta oalle, enner meh wie d'r andre. Woas hust't, hust't, und wenn's ins derwercht und wenn glei die Plauze miitegieht, do freut ins o no kee Mensch dernoch.
Jäger. Doas iis doch Ansorchas Sache, das muuß a doch ausbessern.
Bertha. Dar wär' ins wull oasahn. A muckscht asu meh wie genung.
Mutter Baumert. Dann nahma m'r asu schunn zuviel Ploatz weg.
Der alte Baumert. Und wemmer irscht uufmucka, do fliega mer naus. A hoot baal a hoalb Johr keene Mittzinse ni besahn.
Mutter Baumert. Asu a eelitzicher Moan, dar kende doch imgänglich sein.
Der alte Baumert. A hoot au nischt, Mutter, 's gieht'n o biese genung, wenn a o kenn Stoat macht mit senner Nut.
Mutter Baumert. A hoot doch sei Haus.
Der alte Baumert. Nee, Mutter, woas redst'n. Oa dan Hause dohie, do iis o no ni a klee Splitterla seine.
Jäger hat sich gesetzt und eine kurze Pfeife mit schönen Quasten aus der einen, eine Quartflasche Branntwein aus der andern Rocktasche geholt. Doas koan au hie baal ni meh asu wettergiehn. Ich hoa mei Wunder gesahn, wie doas hierim asu aussitt under a Leuta. Do laba ju ei a Stäta de Hunde no besser wie ihr.
Der alte Baumert, eifrig. Gell, gell ock? Du wißt's au!? Und soat ma a Woort, do heeßt's blußich, 's sein schlechta Zeita.
Ansorge kommt, ein irdenes Näpfchen mit Suppe in der einen, in der anderen Hand einen halb fertiggeflochtenen Viertelkorb. Willkommen, Moritz! Bis du au wieder do?
Jäger. Schien Dank, Voater Ansorge.
Ansorge, sein Näpfchen ins Röhr schiebend. Nu soa m'r ock oa: du sist ju baal aus wie a Growe.
Der alte Baumert. Zeich amol dei schie Ihrla. A hoot an neua Oazug miitegebrucht und zahn Toaler boar Geld.
Ansorge, kopfschüttelnd. Nu juju! – Nee nee! –
Emma, die Kartoffelschalen in ein Säckchen füllend. Nu wiel iich ock giehn miit a Schoaln. Verlecht werd's langa uuf a Neegla Oabgeloone. Sie entfernt sich.
Jäger, während alle mit Spannung und Hingebung auf ihn achten. Na nu nahmt amol oa: wie uft hoat ihr m'r ni de Helle heeß gemacht. Dir warn se Moritz liehrn, hiß 's immer, woart ock, wenn de werscht zum Militär kumma. Na nu satt ersch, mir iis goar gutt ganga. A hoalb Johr, do hoat iich die Kneppe. Willich muuß ma sein, doas is 's Haupt. Iich hoa'n Wachtmeester de Stieweln geputzt; ich hoa'n 's Fard gestriegelt, Bier gehüllt. Iich woar asu geferre wie a Wieslicha. Und uuf'n Pusten woar iich: Schwerkanon ju, mei Zeug, doas mußt' ock immer asu finkeln. Iich woar d'r erschte eim Stoalle, d'r erschte beim Oappell, d'r erschte eim Soattel; und wenn's zur Attacke ging – marsch marsch! heiliges Kanonriehr, Kreuzdunnerschlag, Herrrdumeinegitte!! Und uufgepoaßt hoa iich wie a Schißhund. Iich ducht' halt immer: hie hilft's nischt, hie mußt de droa gleeba; und doa roafft' ich m'r halt a Kupp zusoamma, und do ging's o; und do koam's asu weit, doaß d'r Rittmeester und soate ver d'r ganza Schwadron ieber miieh: das iis ein Husar, wie a sein muuß. Stille. Er setzt die Pfeife in Brand.
Ansorge, kopfschüttelnd. Do hust du asu a Glicke gehoat?! Nu juju! – nu nee nee! Er setzt sich auf den Boden, die Weidenruten neben sich, und flickt, ihn zwischen den Beinen haltend, an seinem Korbe weiter.
Der alte Baumert. Do wulln m'r huffa, doaß de ins dei Glicke miitebrengst. – Nu sull mer wull amol miitetrinka?
Jäger. Nu ganz natierlich, Voater Baumert, und wenn's oalle iis, kommt meh. Er schlägt ein Geldstück auf den Tisch.
Ansorge, mit blödem, grinsenden Erstaunen. O mei, mei, doas gieht ju hie zu ... do kreescht a Brota, do stieht a Quart Branntwein, – er trinkt aus der Flasche – sullst laba, Moritz! – Juju! nu nee nee! Von jetzt an wandert die Schnapsflasche.
Der alte Baumert. Kenda m'r ni zum wingsta zu oalla heilicha Zeeta asu a Stickla Gebrootnes hoan, stoats doaß ma kee Fleesch zu sahn kriecht ieber Johr und Tag? – Asu muuß ma woarta, bis een wieder amol asu a Hundla zuleeft wie doas hichte ver vier Wucha: und doas kimmt ni ufte vier eim Laba.
Ansorge. Hust du Ami'n schlachta loon?
Der alte Baumert. Eeb a m'r vunt o no derhingern toat ...
Ansorge. Nu juju – nu nee nee.
Mutter Baumert. Und woar asu a nette, betulich Hundla.
Jäger. Seit ihr hierim immer no asu happich uuf Hundebroota?
Der alte Baumert. O Jes's, Jes's, wenn m'r ock und hätta'n genung.
Mutter Baumert. Nu do do, asu a Stickla Fleesch iis goar ratlich.
Der alte Baumert. Hust du kenn Geschmack ni meh uuf su woas? Nu do blei ock bei ins hie, Moritz, do werd a such baal wieder eifinda.
Ansorge, schnüffelnd. Nu juju – nu nee nee, doas iis o no an Guttschmecke – doas macht goar a lieblich Gerichla.
Der alte Baumert, schnüffelnd. D'r reene Zimt, mecht' ma sprecha.
Ansorge. Nu soa ins amol deine Meenung, Moritz. Du wißt doch, wie's ei d'r Welt daussa zugieht. Werd doas nu hie amol anderscher warn miit ins Wabern oaber wie?
Jäger. Ma seld's werklich huffa.
Ansorge. Mir kinn d'r ni laba und ni starba hie duba. Ins gieht's loda biese, koanst's gleeba. Enner wehrt such biis ufs Blutt. Uuf de Letzte muuß ma such dreigaan. De Nut frißt een's Daach ieberm Kuppe und a Boda under a Fissa. Frieher, do ma noch oam Stuhle arbta kunde, do hoot ma siich hoallwegens miit Kummer und Nut doch kund asu durchschloan. Hinte koan ich m'r schunn ieber Johr und Taag kee Stickla Arbeit mehr derobern. Miit dar Korbflechterei iis au ock, doaß ma sei bißla Laba asu hiefrista tutt. Iich flechte biis ei de Nacht nei, und wenn ich eis Bette foalle, do hoa iich an Biehma und sechs Fenniche derschind't. Du hust doch Bildung, nu do soa amol salber. Koan do wull a Auskumma sein bei dar Teurung. Drei Toaler muuß ich hieschmeißa uuf Haussteuer, enn Toaler uuf Grundoabgoaba. Drei Toaler uuf Hauszinse, verza Toaler koan ich Verdinnst recha, blein fer miich sieba Toaler uufs ganze Johr. Dodervone sool ma such nu bekocha, beheeza, bekleeda, beschuhn, ma sol sich bestricka und beflicka, a Quoartier muß ma hoan und woas do no oall's kimmt. – Is' s do a Wunder, wenn ma de Zinse ni zoahln koan.
Der alte Baumert. 's mißt' amol enner hiegiehn na Berlin und mißt's 'n Keeniche vierstalln, wie's ins asu gieht.
Jäger. O ni asu viel nitzt doas, Voater Baumert, 's sein er schunn genung ei a Zeitunga druf zu sprecha kumma. Oader die Reicha, die drehn und die wenda an Sache asu ... die ieberteifeln a besta Christa.
Der alte Baumert, kopfschüttelnd. Doaß se ei Berlin dann Pli ni hoan!
Ansorge. Soa du amol, Moritz, koan doas wull meeglich [sein]? Is do gar kee Gesetze d'rfiere? Wenn ees nu und schind't siich's Boast vo a Hända und koan doch seine Zinse ni uufbrenga; koan m'r d'r Pauer mei Häusla do wegnahma? 's iis halt a Pauer, dar wiel sei Geld hoan. Nu wiß iich goar nee, woas de no warn sol? – Wenn iich halt und iich muuß aus dam Häusla nausgiehn ... Durch Tränen hervorwürgend. Hie biin iich geborn, hie hoot mei Voater oam Wabstuhle gesassa, meh wie verzieh Johr. Wie uft hoot a zu Muttern gesoat: Mutter, wenn's miit mir amol a Ende nimmt, doas Häusla haal feste. Doas Häusla hoa iich derrobert, meent' a iebersche. Hie iis jeder Noal an dorchwachte Nacht, a jeder Boalka a Johr treuge Brut. Do meßt' ma doch denka ...
Jäger. Die nahma een's Letzte, die sein's kumpabel.
Ansorge. Nu, ju, ju! – nu, nee, nee! kimmt's oader asu weit, do war' mirsch schunn lieber, se triega mich naus, stoats doaß iich uuf meine ala Tage no nauslaufe meßte. Doas bißla Starba do! Mei Voater stoarb o gerne genung. – Ock ganz im de Letzte, do wulld'n a wing angst warn. Wie iich oader zu'n eis Bette kruuch, do wurd' a o wieder stille. – Wenn ma's asu bedenkt: dozemal woar iich a Jungla vo dreiza Johrn. Miede woar iich, und do schlief iich halt ei, bei dam kranka Moane – iich verstoand's do ni besser –, und do iich halt uufwachte, woar a schunn kaald.
Mutter Baumert, nach einer Pause. Greif amol eis Riehr, Berthla, und reech Ansorga de Suppe.
Bertha. Dohie aßt, Voater Ansorge!
Ansorge, unter Tränen essend. Nu nee, nee – nu juju! Der alte Baumert hat angefangen, das Fleisch aus der Pfanne zu essen.
Mutter Baumert. Nu Voater, Voater, du werscht dich doch gedulda kinn'n. Luß ock Berthlan vor richtich vierscherrn.
Der alte Baumert, kauend. Ver zwee Johren woar iich's letztemol zum Omtmole. Glei derno verkeeft' iich a Gootstieschrook. Dodervone keefta m'r a Stickla Schweinernes. Seitdan do hoa iich kee Fleesch ni meh gassa bis hint obend.
Jäger. Mir braucha o irscht kee Fleesch, fer ins assa's de Fabrikanta. Die woata eim Fette rim bis hiehar. War doas ni gleebt, dar brauch ock nundergiehn uf Bielau und uf Pieterschwaal. Do koan ma sei Wunder sahn: immer e Fabrikantaschluß hingern andern. Immer e Poalast hingern andern. Miit Spiegelscheiba und Termlan und eisna Zäuna. Nee, nee, do spiert kenner nischt vo schlechta Zeita. Do langt's uf Gebrootnes und Gebacknes, uf Eklipaascha und Kutscha, uuf Guwernanta und war weeß woas. Die sticht d'r Haber asu siehr! die wissa goar nee, woas de schnell oastalln ver Reechtum und Iebermutt.
Ansorge. Ei a aala Zeita do woar doas ganz a ander Ding. Do lissa de Fabrikanta a Waber miitlaba. Hinte do brenga se oall's alleene durch. Doas kimmt oader dohar, Sprech' iich: d'r hohe Stand gleebt ni meh oa kenn Herrgoot und kenn Teiwel o ni. Do wissa se nischt vu Gebota und Stroofa. Do stahln se ins hal a letzta Bissa Brut und schwächa und undergroba ins doas bißla Noahrung, wu se kinn'n. Vu da Leuta kimmt's ganze Unglicke. Wenn inse Fabrikanta und warn gude Menscha, do warn au fer ins keene schlechta Zeita sein.
Jäger. Do poaßt amol uuf, do war ich euch amol was Schienes vierlasa. Er zieht einige Papierblättchen aus der Tasche. Kumm, August, renn ei de Schelzerei und hull noch a Quoart. Nu August, du lachst ju ei een Biecha furt.
Mutter Baumert. Ich wiß ne, woas mit dan Junga iis, dann gieht's immer gutt. Dar lacht sich de Hucke vuul, mag's kumma, wie's wiel. Na, feeder, feeder! August ab mit der leeren Schnapsflasche. Gell ock, Aler, du wißt, woas gutt schmackt?
Der alte Baumert, kauend, vom Essen und Trinken mutig erregt. Moritz, du bist inse Moan. Du koanst lasa und schreiba. Du wißt's, wie's im de Waberei bestellt iis. Du hust a Herze fer de oarme Waberbevelkerung. Du seilst inse Sache amol ei de Hand nahma dohie.
Jäger. Wenn's mehr ni iis. Doas sellde mir ni druf oakumma; dohie! da aala Fabrikantareudeln, dan weld' ich viel zu gerne amol a Liedla uufspieln. Ich tat' m'r nischt draus macha. Ich bin a imgänglicher Kerl, oader wenn iich amol foalsch war und ich krich's mit der Wutt, do nahm' ich Dreißichern ei de eene, Dittricha ei de andre Hand und schloa se miit a Keppa oanander, doaß'n 's Feuer aus a Auga springt. – Wenn mir und mer kenda's uufbreeta, doaß m'r zusoammahilda, do kennt m'r a Fabrikanta amol an suchta Krach macha ... Do braucht m'r kenn Keenich derzune und keene Regierung, do kenda m'r eefach soan: mir wulln doas und doas, und asu und asu ni, und do wärsch bald aus enn ganz andern Luche feifa dohie. Wenn die ock sahn, doaß ma Krien hoot, do ziehn se baal Leine. Die Battbrieder kenn' ich! doas sein goar feige Luder.
Mutter Baumert, 's iis werklich baal wohr. Iich biin gewieß ni schlecht. Iich biin gewieß immer diejenichte gewast, die gesoat hoot, die reicha Leuta missa au sein. Oader wenn's asu kimmt ...
Jäger. Ver mir kende d'r Teiwel oalle hulln, dar Rasse vergunnt' iich's.
Bertha. Wu iis denn Voater? Der alte Baumert hat sich stillschweigend entfernt.
Mutter Baumert. Ich wiß nee, wu a mag hie sein.
Bertha. Iis ernt, doaß a doas Fleescherne nimehgewehnt iis?!
Mutter Baumert, außer sich, weinend. Nu do satt ersch, nu do satt ersch! Do bleit's 'n no ni amol. Do werd a doas ganza bißla schienes Assa wieder vo sich gahn.
Der alte Baumert kommt wieder, weinend vor Ingrimm. Nee, nee! miit mir iis baal goar oalle. Much hoan se baal asu weit! Hoot ma such amol woas Guudes dergattert, do koan ma's ni amol meh bei such behaln. Er sitzt weinend nieder auf die Ofenbank.
Jäger, in plötzlicher Aufwallung, fanatisch. Und doderbeine gibt's Leute, Gerichtsschulza, goar nie weit vu hie, Schmärwampa, die de's goanze Johr nischt wetter zu tun hoan, wie ins'n Herrgoot eim Himmel a Tag oabstahln. Die wulln behaupta, de Waber kenda gutt und gerne auskumma, se warn bloßich zu faul.
Ansorge. Doas sein goar keene Mensche. Doas sein Unmensche sein doas.
Jäger. Nu luß ock gutt sein, a hoot sei Fett. Iich und d'r rute Becker, mir hoan's 'n eigetränkt, und bevor m'r oabzuga zu guter Letzte, soanga m'r no's »Bluttgerichte«.
Ansorge. O Jees's, Jees's, is doas Lied?
Jäger. Ju, ju, hie hoa iich's.
Ansorge. 's heeßt do glee's Dreißicherlied oaber wie.
Jäger. Iich warsch amol vierlasa.
Mutter Baumert. War hoot denn doas Lied derfunda?
Jäger. Doas wiß kee Mensch ni. Nu hiert amol druuf. Er liest, schülerhaft buchstabierend, schlecht betonend, aber mit unverkennbar starkem Gefühl. Alles klingt heraus: Verzweiflung, Schmerz, Wut, Haß, Rachedurst.

Hier im Ort ist ein Gericht,
noch schlimmer als die Femen,
wo man nicht erst ein Urteil spricht,
das Leben schnell zu nehmen.
Hier wird der Mensch langsam gequält,
hier ist die Folterkammer,
hier werden Seufzer viel gezählt
als Zeugen von dem Jammer.

Der alte Baumert hat, von den Worten des Liedes gepackt und im tiefsten aufgerüttelt, mehrmals nur mühsam der Versuchung widerstanden, Jäger zu unterbrechen. Nun geht alles mit ihm durch: stammelnd, unter Lachen und Weinen zu seiner Frau. Hier ist die Folterkammer. Dar doas geschrieba, Mutter, dar soat die Woahrheet. Doas koanst du bezeuga ... wie heeßt's? Hier werden Seufzer ... wie? ... hie warn se viel gezahlt ...
Jäger. ... als Zeugen von dem Jammer.
Der alte Baumert. Du wißt's, woas mir asu seufza enn Tag im a andern, eeb m'r stiehn oaber liega.
Jäger, während Ansorge, ohne weiterzuarbeiten, in tiefer Erschütterung zusammengesunken dasitzt, Mutter Baumert und Bertha fortwährend die Augen wischen, fährt fort zu lesen.

Die Herrn Dreißiger die Henker sind,
die Diener ihre Schergen,
davon ein jeder tapfer schind't,
anstatt was zu verbergen.
Ihr Schurken all, ihr Satansbrut ...

Der alte Baumert, mit zitternder Wut den Boden stampfend. Ja, Satansbrut!!!

Jäger liest.

... ihr höllischen Dämone,
ihr freßt der Armen Hab und Gut,
und Fluch wird euch zum Lohne.

Ansorge. Nu juju, doas is au an Fluch wart.
Der alte Baumert, die Faust ballend, drohend. Ihr freßt der Armen Hab und Gut.

Jäger liest.

Hier hilft kein Bitten und kein Flehn,
umsonst ist alles Klagen.
»Gefällt's euch nicht, so könnt ihr gehen
am Hungertuche nagen.«

Der alte Baumert. Wie stieht's? Umsuste ist oalles Klagen? Jedes Woort ... jedes Woort ... do iis oall's asu richtig wie ei d'r Bibel. Hie hilft kee Bitten und kee Flehn.
Ansorge. Nu juju! nu nee nee! do tutt schunn nischt halfa.

Jäger liest.

Nun denke man sich diese Not
und Elend dieser Armen,
zu Haus oft keinen Bissen Brot,
ist das nicht zum Erbarmen!

Erbarmen, ha! ein schön Gefühl,
euch Kannibalen fremde,
ein jedes kennt schon euer Ziel,
's ist der Armen Haut und Hemde.

Der alte Baumert springt auf, hingerissen zu deliranter Raserei. Haut und Hemde. Oall's richtich, 's is der Oarmut Haut und Hemde. Hier stieh' iich, Robert Baumert, Wabermeister vu Koaschboach. War koan viertrata und soan ... Iich bin ein praver Mensch gewast mei lebelang, und nu satt miich oa! Woas hoa iich d'rvo? Wie sah' iich aus? Woas hoan se aus mir gemacht? Hier werd der Mensch langsam gequält. Er reckt seine Arme hin. Dohie, greift amol oa, Haut und Knucha. Ihr Schurken all, ihr Satansbrut!! Er bricht weinend vor verzweifeltem Ingrimm auf einen Stuhl zusammen.
Ansorge schleudert den Korb in die Ecke, erhebt sich, am ganzen Leibe zitternd vor Wut, stammelt hervor. Und doas muuß anderscher woarn, sprech' iich, itzt uuf der Stelle. Mir leida's ni meeh! Mir leida's ni meeh, mag's kumma, wie's wiel.


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