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Elke Erb: Das Gedicht ist, was es tut - 4

Rezensionen


Jan Kuhlbrodt

Notizen zu Elke Erbs Berliner Rede zur Poesie


Notiz 4


Irgendwo habe ich mal gelesen, dass ohnehin alles Essay sei. Das leuchtete mir ein. Und so wäre auch dieser Vortrag Essay.
 
    Er ist jedoch eine Abfolge von Gedichten, die, gelegentlich kommentiert, sich gegenseitig beleuchten. Klar, so zeigen sie ein Tun. Im Eigenen aber eben auch das eines Anderen (Fremden?). Zeigen und nicht erklären, und auch die Ebene der Reflexion sticht nicht heraus, ist nicht Bekenntnis, noch Befehl, wie zu denken sei.

„Eine seltsame Bemerkung im August: ich erkenne beim Abschreiben der Tagebücher, daß ich die Sprache eigenständig aktiviere (über das hinaus, was ich gemeinhin lese), und zwar auf eine natürliche, unangestrengte Art.“ (43)
 
Wäre der Text ein Turner, er zeigte zwar die Übung, aber das Turnen selbst zeigte er auch.


Elke Erb: Das Gedicht ist, was es tut. Berliner Rede  zur Poesie, Bd. 3. Göttingen (Wallstein Verlag) 2018. 88 Seiten. 13,90  Euro.
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