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Ayna Steigerwald: (sedimente)

Gedichte


Ayna Steigerwald



(sedimente)


zur äußersten warte / wabert‘s kaum noch verständlich.
das rauschen von jenem dort wo sich menschen ballen.
bodensätze / hartes licht fällt träume beinahe senkrecht.
die sendung trifft uns vielmehr peripher. dann und wann
rollt brandung vorüber / jahrzehnte schalen
ausgehöhlt am sand / neuherberge für die zeit die folgen würde.

            rückstoß und vortrieb. was wellen wiegen
so quillt und klingt‘s. scheren in der strömung
sind woran wir uns aufreiben / schneiden.
nie fühlten sich außen und innen gewichtiger an.

            haltestelle / stadt am ende.
wir wähnen tiefe wurzeln um nicht abzutreiben.
auch netze können sich versprechen / wie rettungsringe ohne leine.
abgeschieden keine frage der sicht.

wir lesen jede flaschenpost. auf empfang
die andere plz. zuletzt ist es wie überall.
wir wiegen uns in schlaf und steppe.
einsam kannst du sein allein
du bist es nicht.

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