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Arthur C. Danto: Über den Begriff "Angst" bei Sartre

Diskurs / Poetik > Glossen

Arthur C. Danto:
Über den Begriff "Angst" bei Sartre

(aus: Jean Paul Sartre, 1975)


Angst. so wie Sartre diesen Begriff benutzt, ist das reflexive Bewußtsein der Freiheit. Wenn es sich dabei überhaupt um ein Gefühl handelt, dann hat es mit Todesangst oder Beklemmung, wie wir sie empfinden, wenn wir uns fürchten, verzweifelt sind oder uns ängstigen, nichts zu tun. Diese Gefühle sind, wie es sich logisch aus Sartres Philosophie ergibt, Objekte des Bewußtseins, nicht aber Modi des Bewußtseins. Angst hingegen ist eine Art, bewußt zu sein. Darüber hinaus, argumentiert Sartre, schließen sich Angst und Furcht gegenseitig aus; Angst habe nämlich immer nur mit einem selbst zu tun, mit der Tatsache, daß es an einem selbst liegt, was man tut, während die Furcht sich darauf richtet, was einem passieren, von außen passieren könnte.
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