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Andra Schwarz: (Im winter der griff)

Gedichte der Woche
© poetenladen
Andra Schwarz

Im winter der griff ans eisen die schienen immer noch warm
oświęcim unter dem brustkorb glühende öfen am bahnsteig
tropft spucke von einer zunge die heute taub ist pocht staccato
an meine schläfen dumpfe schläge kriechen schlieren
hinter den scheiben schiebt sich ein film über die weichsel
ein land von dem ich nichts verstehe außer die gesten
ins handgelenk verkrallte nägel der blitzkrieg im sitzen
lehnst dich mit dem kopf zurück in die schlinge
ihrer blicke im finster ruht ein gebrandmarktes kind


(aus dem Zyklus "Meteor")
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